Monika Wörwag, Geschäftsführerin und Dr. Marcus Wörwag, Geschäftsführer

Interview mit Familie Wörwag

Von einer Stadtapotheke zum International Player in mehr als 30 Ländern. Wie schreibt man solch eine Erfolgsgeschichte?

Marcus und Monika Wörwag im Interview

Monika Wörwag: Unser Vater hat sich von Beginn an vollkommen mit Wörwag Pharma identifiziert, eine Lebensaufgabe. Seine Philosophie gilt bis heute: „Im Mittelpunkt steht der Mensch.“ Und zwar jene Menschen, die unter Diabetes und seinen Begleiterscheinungen leiden. Herz-Kreislauferkrankungen und diabetische Neuropathie. Neben den hierfür geeigneten Präparaten bilden Mineralstoffe und Vitamine, sogenannte Biofaktoren, weitere naturheilkundliche Schwerpunkte der Firma.

Marcus Wörwag:
Mit unseren erfolgreichen Präparaten wie Milgamma, Thiogamma und Magnerot setzte die Firma nicht nur auf die richtigen Produkte. Ebenso die richtigen Märkte waren wichtig für den Erfolg. Wörwag Pharma ist eines der ersten Unternehmen, das das Potenzial der Märkte in Osteuropa erkannte und dort ein eigenes Geschäft etablierte. Im Mittelpunkt dieser Expansion stand ebenfalls der Mensch - unsere Mitarbeiter.

Monika Wörwag:
Weil wir uns für selbstständige und selbstbewusste Mitarbeiter stark machen, engagieren sich diese für WÖRWAG Pharma. Die Verbindung von diesem Know-how,  die Qualität und die nötige Weitsicht und Schnelligkeit in wichtigen Entscheidungen macht die Erfolgsgeschichte unseres Unternehmens aus.

Was bedeutet ein derartiges Wachstum für Wörwag Pharma?

Marcus Wörwag: Vor allem, sich trotzdem weiterhin auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die kleinen und großen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Wie wir es auch in all den Jahren zuvor getan haben. Den stetigen Ausbau der Märkte, des Vertriebs und der Produktpalette. Alle Entscheidungen, beruhen auf einer Haltung, die das Wohl aller im Blick hat. Daher sind unsere unternehmerischen Entscheidungen nie auf kurzfristige Ziele ausgelegt. Sondern stets auf nachhaltige, belastbare Erfolge.

Monika Wörwag:
Diese Haltung sind wir nicht zuletzt unseren Mitarbeitern und ihren Familien schuldig. Wichtig ist uns zum einen die finanzielle Unabhängigkeit der Firma. Das Gefühl, nicht von Banken oder Investoren abhängig zu sein. Und zum anderen die Selbstständigkeit unserer Mitarbeiter. Sie dürfen, ja, sie sollen mitgestalten und Verantwortung übernehmen, sowohl als Individuum als auch als Teamplayer.

Sie haben ambitionierte Ziele. Wie wollen Sie diese erreichen?

Marcus Wörwag: Ich kann nur wiederholen, durch Konzentration auf das Wesentliche.

  1. Den Aufbau neuer Märkte.
  2. Den Ausbau unserer Produktpalette, unter anderem durch eigene Forschung und Entwicklung.
  3. Die Vergrößerung und Weiterentwicklung unseres Teams.

Wie schaffen Sie es, die Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Ländern für diese Ziele zu motivieren?

Monika und Marcus Wörwag im Interview

Monika Wörwag: Wir wissen was wir an den Menschen haben, die für uns arbeiten. Deshalb ist die Personalentwicklung auch ein immens wichtiges Thema im Haus. Nicht umsonst sehen wir uns als ein großes Team, das nach dem Prinzip handelt „Alle für einen und einer für alle“. Förderung und Training, jeder kann sein eigenes unternehmerisches Denken und Handeln einbringen. Und falls doch einmal Fehler passieren, wir sind eine lernende Organisation, die eben diese Fehler akzeptiert und in etwas Positives verwandelt. Dieser gelebte Teamgedanke führt zum Engagement jedes Einzelnen. Und dessen Menschlichkeit und das Vermögen, gemeinsam etwas zu schaffen, machen WÖRWAG Pharma aus.

Dennoch ist es sicher nicht ganz einfach, den Teamgedanken über Landes- und Sprachgrenzen hinweg zu realisieren und mit Leben zu füllen. Dabei auch noch tragfähige Entscheidungen zu treffen.

Monika Wörwag: Natürlich sind gerade die kulturellen Unterschiede eine große Herausforderung. Sie zu akzeptieren, ist nicht immer einfach. Aber der Respekt vor interkultureller Individualität ist der Kern unseres Teamgedankens. Dabei stellen wir auch an unsere Mitarbeiter große Anforderungen. Die Bereitschaft zur Veränderung muss da sein, ebenso sind englische Sprachkenntnisse unabdingbar.

Marcus Wörwag: Unsere Teams sind in den letzten Jahren immer größer geworden. War ein Country Manager vor einiger Zeit noch für fünf Leute zuständig, heute ist er für mehr als 100 Mitarbeiter zuständig. Das erfordert bei allen eine hohe Qualifikation und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen. Aber durch unsere flachen Hierarchien und die Transparenz in den Abläufen schaffen wir, alle mitzunehmen. Über Landesgrenzen, aber auch über die Grenzen in den Köpfen hinweg.