Symposium über diabetische Neuropathie: Nervenschäden früher erkennen und besser behandeln

Anlässlich des Diabetes-Kongresses 2018 berichteten Experten über neue Erkenntnisse zu diabetischen Nervenschäden (Neuropathien). Die Mediziner appellierten, den Warnsignalen der Füße mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn oftmals werden Neuropathien nicht erkannt.

Die Zehen kribbeln, die Füße brennen oder fühlen sich taub an und ein drückender Schuh wird nicht wahrgenommen. Diese Symptome treten bei vielen Menschen mit Diabetes auf, weil die sensiblen Nervenfasern in den Füßen geschädigt sind. Doch die meisten Betroffenen wissen nicht, dass sich hinter diesen Beschwerden eine häufige Folgeerkrankung ihres Diabetes verbirgt: eine diabetische Neuropathie. Das zeigt die aktuell veröffentlichte PROTECT-Studie (1), die der Studienleiter Prof. Dan Ziegler, Stv. Direktor am Institut für Klinische Diabetologie des Deutschen Diabetes Zentrums der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, anlässlich des Diabetes Kongresses in Berlin vorstellte.

An der PROTECT-Studie nahmen 1.850 Menschen mit und ohne bekannten Diabetes teil, die ihre Nervenfunktion in den Füßen untersuchen ließen. Das alarmierende Ergebnis: Fast 70 Prozent der Patienten, bei denen eine Nervenschädigung nachgewiesen wurde, wussten zuvor nichts davon. Dass die diabetische Neuropathie unterschätzt und häufig nicht erkannt wird, könne schwerwiegende Folgen haben, warnte Ziegler. Unbehandelt schreitet die Nervenschädigung in der Regel voran. Sie kann einerseits zu quälenden Schmerzen und andererseits zu schmerzlosen Wunden an den Füßen führen. Durch unbemerkte Verletzungen kann sich ein diabetisches Fußsyndrom entwickeln, das nicht selten Amputationen zur Folge hat. Ziegler betonte daher, dass Diabetiker ihre Füße regelmäßig selber kontrollieren sowie vom Arzt untersuchen lassen sollten. Denn je eher die Behandlung erfolgt, umso besser lässt sich die Nervenschädigung aufhalten und Fuß-Komplikationen entgegenwirken.

Nervenschäden stoppen

Sowohl in der Behandlung als auch in der Prävention gilt es, möglichst frühzeitig alle nervenschädigenden Faktoren auszuschalten, erklärte Privatdozent Dr. med. Ovidiu Alin Stirban, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin, Diabetologie und Endokrinologie der Schön Klinik Nürnberg Fürth. Wichtigste Maßnahme gegen Nervenschäden bei Diabetes ist eine möglichst gute Blutzuckereinstellung. Ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung leistet hier einen großen Beitrag. 

Vitamin B1-Mangel ausgleichen

Ein Diabetes geht außerdem oftmals mit einem Vitamin B1-Mangel einher, der Neuropathien fördert: Der Bedarf an dem „Nerven-Vitamin“ steigt, weil es häufig vermehrt über die Nieren ausgeschieden wird. In einer britischen Studie wiesen Patienten mit Diabetes um bis zu 76 Prozent niedrigere Vitamin B1-Konzentrationen im Blut auf als Gesunde (2). Um den nervenschädigenden Mangel auszugleichen, eignet sich eine Vorstufe des Vitamin B1, das Benfotiamin. Das Provitamin hat den Vorteil, dass es vom Körper fünfmal besser aufgenommen werden kann als das herkömmliche Vitamin B1 (3). So behebt es einen nervenschädigenden Mangel und kann dadurch auch Beschwerden wie Kribbeln, Brennen, Schmerzen und Taubheit in den Füßen lindern (4-6). 

Tipps für Betroffene:

Fuß-Check: Wie erkenne ich eine Neuropathie? Einen Selbsttest gibt es unter www.milgamma.de/fuss-check.html. Hier wird auch erklärt, mit welchen Untersuchungen der Arzt eine Neuropathie diagnostiziert. 

Fuß-Pflege: Ein Patientenratgeber mit Fußpflege-Tipps bei Diabetes kann kostenlos angefordert werden bei: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Calwer Str. 7, 71034 Böblingen, Tel.: 07031 6204-0, E-Mail: info(at)woerwagpharma.com

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Quellen: 

Symposium „Diabetische Neuropathie: Früher erkennen – besser behandeln“ am 9. Mai 2018 in Berlin anlässlich des Diabetes Kongresses 2018, veranstaltet von WÖRWAG Pharma.

Literatur:

1. Ziegler D et. al: Painful and painless neuropathies are distinct and largely undiagnosed entities in subjects participating in an educational initiative (PROTECT-Study). Diabetes Res Clin Pract. 2018;139:147-154 

2. Thornalley PJ et al. High prevalence of low plasma thiamine concentration in diabetes linked to a marker of vascular disease. Diabetologia 2007; 50: 2164-2170 

3. Schreeb KH et al. Comparative bioavailability of two vitamin B1 preparations: benfotiamine and thiamine mononitrate. Eur J Clin Pharmacol 1997; 52: 319-320

4. Stracke H et al. Benfotiamine in diabetic polyneuropathy (BENDIP): Results of a randomised, double blind, placebo-controlled clinical study. Exp Clin Endocrinol Diab 2008; 116: 600–605 

5. Haupt E et al. Benfotiamine in the treatment of diabetic polyneuropathy - a three-week randomized, controlled pilot study (BEDIP Study). Int J Clin Pharmacol Ther 2005; 43: 71-77

6. Stirban et. al. Neurodiab 2016; unveröffentlicht.

7. Raputova J, Srotova I, Vlckova E et al. Sensory phenotype and risk factors for painful diabetic neuropathy: a cross-sectional observational study. Pain 2017; 158: 2340-2353

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