Akne bei Erwachsenen:
Oft durch Zinkmangel mitverursacht

Immer häufiger tritt die Hauterkrankung Akne auch bei Erwachsenen auf (1). Insbesondere bei Frauen, und die leiden darunter ganz besonders – sowohl beruflich als auch privat. Um ganzheitlich Akne zu behandeln, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, von der Ernährung bis zur Stressreduktion. Wichtig zu wissen: Zinkmangel kann Pickel und Pusteln verschlimmern oder überhaupt erst verursachen.

Akne bei Erwachsenen

In jungen Jahren ist man mit seinen Pickeln noch in guter Gesellschaft, aber für erwachsene Frauen ist unreine Haut besonders belastend. Die psychischen Auswirkungen sind teilweise gravierend und stehen in wechselseitiger Beziehung mit dem Hautbild: Je größer der Leidensdruck, umso schlimmer die Akne – und umgekehrt (1).

Akne bei Erwachsenen ist gar nicht so selten: Untersuchungen in Frankreich zeigen, dass ca. 40 Prozent der Frauen im Alter zwischen 25 und 40 Jahren darunter leiden (2). Oftmals ist die Akne bei Erwachsenen besonders hartnäckig. Vielfach verschlimmert sie sich vor der Menstruation. Aber auch während der Schwangerschaft sprießen bei vielen Frauen die Pickel.

Zink gegen Akne

Was hilft gegen Akne? 5 Tipps von der Anti-Akne-Ernährung bis zum Stressabbau

Skin-Food

Dermatologen raten bei Akne zu einer Ernährung, die wenig einfache Kohlenhydrate enthält. Auf dem Speiseplan sollten daher möglichst wenig Zucker, Weißbrot, Gebäck und Fast-Food stehen. Diese Nahrungsmittel treiben nämlich den Insulinspiegel im Blut in die Höhe. Zu hohe Konzentrationen an diesem Hormon können aber das Hautbild verschlechtern (1). Akne loswerden funktioniert besser mit Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Auch Milch steht in Verdacht, Pickel zu fördern. Ein Auslassversuch kann hilfreich sein.

Zinkmangel ausgleichen

Ein Mangel an dem Spurenelement Zink sollte unbedingt ausgeglichen werden. Als Ernährung gegen Pickel eignen sich zinkreiche Lebensmittel wie Austern, Fleisch, Fisch, Eiern, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchten. Die pflanzlichen Zink-Lieferanten enthalten aber meist gleichzeitig Stoffe, die die Zinkaufnahme im Körper behindern. Ebenso kann die Zink-Versorgung über die Nahrung durch Kaffee, Tee, Alkohol, Medikamente oder Krankheiten erschwert werden. Der Biofaktor Zink ist für die Haut und die Hauterneuerung von zentraler Bedeutung, aber auch für das Immunsystem und den Hormonhaushalt. Außerdem hat er entzündungshemmende und antibakterielle Effekte.

Studie: entzündliche Pusteln durch Zink um bis zu 50 Prozent reduziert

Eine Unterversorgung hinterlässt ihre Spuren daher unter anderem auf der Haut durch Zinkmangel-Symptome wie: Entzündungen, Ekzeme, Pickel und Wundheilungsstörungen werden dadurch gefördert. In Studien zeigte sich, dass eine ausreichend hoch dosierte Einnahme von Zink gegen unreine Haut wirksam ist und das Hautbild bei Akne deutlich verbessern kann (3). Französische Wissenschaftler um Dr. Brigitte Dreno von der Universitätsklinik in Nantes beobachteten in einer Studie mit 332 Akne-Patienten, dass sich durch Einnahme von 30 mg Zink pro Tag die entzündlichen Pusteln um bis zu 50 Prozent reduzieren ließen.

Damit war die Behandlung gegen Zinkmangel fast ebenso erfolgreich wie die mit einem Antibiotikum (4). Insbesondere bei Schwangerschaftsakne kann der Ausgleich eines Zinkmangels bei der Behandlung von Pickeln und Pusteln hilfreich ein. Denn in Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Zinkbedarf an, und Medikamente, wie Antibiotika, sind zur Behandlung der Akne tabu. Beim Ausgleich eines Zinkmangels ist auf eine ausreichend hohe Dosierung zu achten. Die höchstdosierten, rezeptfrei in Apotheken erhältlichen Zink-Präparate enthalten 25 mg Zink pro Tablette. Diese Dosis gilt auch bei langfristiger Aufnahme als sicher und gut verträglich (5).

Stress reduzieren

Da Stress eine Akne erheblich verschlimmern kann, ist alles ratsam, was zur Entspannung beiträgt. Das kann Bewegung an der frischen Luft sein, aber auch ausreichend Schlaf. Zusätzlich kann es Stress verringern, die Akne bei Erwachsenen durch geeignete Kosmetik abzudecken.

Richtig pflegen

Alle Cremes und Kosmetika sollten ölfrei sein. Generell sollte eine kosmetische Überbehandlung vermieden werden. Für die Reinigung werden seifenfreie Mittel mit einem pH-Wert nahe 5,5 empfohlen. Auch ein guter Sonnenschutz ist wichtig, da UV-Strahlung eine Akne auslösen oder verschlimmern kann.

Professionelle Unterstützung

Bei schwereren Verläufen sollte immer ein Arzt und eine professionelle kosmetische Beratung mit einbezogen werden. Der Arzt kann ggf. Cremes und Medikamente verschreiben.

(1) Dreno B et al. Akne bei erwachsenen Frauen: Physiologische und psychologische Erwägungen und Management. J Germ Soc Dermatol. 2018; 1610-0379 (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ddg.13664_g)
(2) Poli et al. An epidemilogical study of acne in femal adults: results of a survey conducted in France. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2001 Nov; 15 (6): 541-5
(3) Cervantes J et al. The role of zink in the treatment of acne: A review of the literature. Dermalogic Therapy. 2018; 31 (1); doi: 10.1111/dth
(https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29193602) (4) Dreno et al. Multicenter randomized comparative double-blind controlled clinical trial of the safety and efficacy of zink gluconate versus minocycline hydrochloride in the treatment of inflammatory acne vulgaris. Dermatology 2001; 203:135-140
(5)www.efsa.europa.eu/sites/default/files/assets/ndatolerableuil.pdf

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