Diabetische Begleiterkrankungen

Wie Diabetiker im Sommer ihre Füße schützen

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Bei sommerlichen Temperaturen hält es kaum ein Fuß in geschlossenen Schuhen aus: Jetzt sind Sandalen, Strandspaziergänge und Sonnenbäder angesagt. Doch die Barfuß-Saison birgt viele Risiken für die gefährdeten Füße von Diabetikern. Diese Tipps helfen, gesunden Fußes durch den Sommer zu kommen.

Etwa jeder dritte Diabetiker ist von einer Neuropathie betroffen, die sich meist zuerst durch Empfindungsstörungen an den Füßen, wie Kribbeln, Brennen, Taubheit und eine nachlassende Sensibilität, bemerkbar macht: Berührungen, Schmerzen und Temperaturen werden nicht mehr richtig wahrgenommen, wodurch unbemerkt Verletzungen entstehen können. Häufig ist die Haut besonders trocken und rissig, weil auch die kleinen Nervenfasern geschädigt sind, die die Schweißdrüsen aktivieren. Alle Faktoren zusammen erhöhen das Risiko für das gefürchtete diabetische Fußsyndrom, das im Sommer besonders hoch ist.

Im Sommer ist das Risiko für das gefürchtete diabetische Fußsyndrom besonders hoch. 

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Sommertipps für die Füße von Diabetikern

Mit diesen Tipps kommen die gefährdeten Füße sicher durch den Sommer:

  • Nicht barfuß laufen: Am Strand oder auf einer Wiese kann man sich leicht an scharfen Gegenständen verletzen, wodurch unbemerkt schwere Wunden entstehen können. Ebenso kann man sich auf heißem Sand oder Fliesen unmerklich schwere Verbrennungen zuziehen.
  • Wer offene Schuhe wie Sandalen trägt, sollte darauf achten, dass Riemchen nicht einschneiden und keine kleinen Steine in den Schuh gelangen.
  • Beim Sonnenbad sollten die Füße gut vor UV-Licht geschützt werden. Denn auch ein schwerer Sonnenbrand kann unbemerkt entstehen und den empfindlichen Fuß gefährden.
  • In Sommer wie Winter sollten die Füße täglich kontrolliert und gepflegt werden. Dazu gehören Cremes, die den trockenen Fuß mit Feuchtigkeit versorgen. Wer Verletzungen am Fuß bemerkt, sollte nicht abwarten, sondern diese rasch vom Arzt versorgen lassen.
  • Fußgymnastik wirkt dem Muskelabbau und dadurch auch Fehlstellungen entgegen. Tipp: Auf der Webseite www.milgamma.de finden Sie geeignete Übungen für die Fußgymnastik sowie hier ein entsprechendes Video. 
Nervenschäden stoppen

Zusätzlich gilt es, das Voranschreiten der Nervenschädigung aufzuhalten. Wichtigste Maßnahme ist eine möglichst gute Blutzuckereinstellung. Eine leichte Sommerküche nach mediterranem Vorbild mit viel frischem Gemüse, Salat, Fisch und Olivenöl kann dazu einen großen Beitrag leisten. Auch Bewegung hilft, den Blutzucker zu senken. Zu beachten ist außerdem, dass ein Diabetes oftmals mit einem Vitamin B1-Mangel einhergeht, der Neuropathien fördert: Der Bedarf an dem „Nerven-Vitamin“ steigt, weil es in Folge des Diabetes häufig vermehrt über die Nieren ausgeschieden wird1. Herkömmliches Vitamin B1 kann der Körper aber nur in begrenzter Menge aufnehmen. Daher eignet sich zum Ausgleich eines nervenschädigenden Mangels die Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin, die vom Körper fünf Mal besser aufgenommen werden kann als das einfache Vitamin B12.

1Thornalley PJ, Babaei-Jadidi R, Al Ali H et al. High prevalence of low plasma thiamine concentration in diabetes linked to a marker of vascular disease. Diabetologia 2007; 50: 2164-2170
2Schreeb K.H. et al. Comparative bioavailability of two vitamin B1 preparations: benfotiamine and thiamine mononitrate. Eur J Clin Pharmacol 1997; 52: 319-320

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